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| Grüne stellen Wahlprogramm vor - absolute Mehrheit soll gebrochen werden
Bereits im Juni 2009 läuteten die Kaarster Grünen mit ihrer Kampagne „G51“ den Kommunalwahlkampf ein und sorgten für Gesprächsstoff in der Stadt. Auf ihrer dazugehörigen Internetpräsenz www.g51kaarst.de erläutern die Grünen die Kampagne und ihr Wahlziel, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen: „Wir wollen, dass wieder mehr Bewegung in die Kommunalpolitik kommt das geht nur mit veränderten Mehrheiten“, so der Grüne Bürgermeisterkandidat Robert Begerau. Nun liegt das bereits im Januar von den Mitgliedern beschlossene Wahlprogramm der Grünen in einer Kurzfassung vor.
Inhaltlich nimmt der Bereich Jugend, Familie und Bildung einen Großteil des Wahlprogramms ein. Neben einer beitragsfreien Kindergartenbetreuung und einem Ausbau der offenen Ganztagsschule in Kaarst fordern die Grünen weiterhin ein Bekenntnis zum Schulstandort Stakerseite und einen Neubau des Schulgebäudes in der Stadtmitte. Für Jugendliche wird die Einrichtung eines Jugendparlaments gefordert, ebenso ein Jugendzentrum in der Vorster Ortsmitte. Im Bereich Stadtplanung und Energie wollen die Grünen Kaarst zu einer „Solar-Vorzeigestadt“ machen und weitere Solaranlagen im Stadtgebiet fördern. Städtische Gebäude sollten umfassend saniert, Neubauten nur noch im Passivhausstandard vorgenommen werden. Seit langem fordern die Grünen ein verbindliches Stadtentwicklungskonzept als weitere Perspektive auch für den Wohnungsbau, die nach Ansicht der Grünen im Außenbereich abgeschlossen ist. Priorität habe das ökologische (Um-)Bauen und eine Umverteilung von Wohnraum im Rahmen des viel beschworenen demografischen Wandels. Weiterhin stellt die Grünentwicklung eine wichtige Forderung der Grünen dar, diese umfasst neben Grüngürteln im Außenbereich der Ortsteile ein zentrales Waldgebiet zwischen Holzbüttgen und Büttgen und innerstädtische Alleen. Ein weiterer Schwerpunkt im Grünen Wahlprogramm stellt die Entwicklung der Kaarster Stadtmitte dar: Hier wollen die Grünen neben dem Erhalt der Grundschule Stakerseite die Mischung aus Kultur, Sport, Bildung, Naherholung, Wohnen und Einzelhandel bewahren und ausbauen. So soll der Neubau der Dreifachturnhalle forciert werden, das Schulzentrum mitsamt der Volkshochschule in der Mitte erhalten bleiben, ebenso die Sportanlagen, die um einen Generationenspielplatz ergänzt werden sollen. „In der Mitte einer Stadt spielt sich das Leben ab, daher muss dieser Bereich besonders gefördert werden wir Grünen setzen uns für eine starke Stadtmitte ein!“, so Fraktionschef Christian Gaumitz. Neben dem Augenmerk auf die Gestaltung der Stadtmitte liegt den Grünen die Unterstützung der Eigenständigkeit der einzelnen Stadtteile besonders am Herzen. Büttgen, Driesch und Vorst sollen ihren geschlossenen, von landwirtschaftlicher Umgebung geprägten Charakter behalten. Weitere, die Ortsränder sprengende Bauflächen dürfen nicht ausgewiesen werden. Die bereits erwähnten Grüngürtel sollen mit dazu beitragen, eine Erweiterung der bebaubaren Flächen zu unterbinden. Die Menschen, die hier wohnen bzw. sich hier ansiedeln wollen, haben bewusst eine ruhige, an einem Zusammenleben mit der Nachbarschaft orientierte Wohnlage gewählt. Die Grünen unterstützen alle Maßnahmen, die ein solche Lebensweise gewährleisten: Einkaufsmöglichkeiten beim Hersteller auf den Bauernhöfen oder auf dem Markt, Lebensmitteleinzelhändler in den Ortsteilen, kulturelles Leben mit Lokalkolorit, nahe Kindergärten und Schulen. In Holzbüttgen ist gerade in der Zukunft Sorge dafür zu tragen, dass die Menschen in ihrem alltäglichen Lebensraum nicht durch die geplante Erweiterung des Industrie- und Gewerbegeländes, sprich IKEA- Ansiedlung, in schädliche Mitleidenschaft gezogen werden. Die Grünen werden sich für Verkehrskonzepte einsetzen, die nicht in unvertretbarem Maße zu Lasten der Wohnbevölkerung gehen. Zuversichtlich blicken die Kaarster Grünen auf die Kommunalwahl am 30. August und verweisen auf ihr Wahlziel, zweitstärkste Fraktion im neuen Kaarster Stadtrat zu werden. „Wir möchten Ideengeber sein, mit kreativen und pfiffigen Ideen mehr Schwung in die Kaarster Politik bringen. Das, was die CDU-Mehrheit zustande bringt, reicht uns einfach nicht.“, so Bürgermeisterkandidat Robert Begerau. Für alle, die es gerne ausführlich haben möchten. |
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